Management von Inflationsrisiken
1. Anleihen
Der massive Einsatz der Gelddruckmaschinen und dadurch früher oder später ausgelöste Zinssteigerungen sind schlechte Nachrichten für Anleihen mit längeren Laufzeiten. Bisherige Eigentümer werden verkaufen, Neue Anleger werden den Emissionen entweder fern bleiben oder höhere Zinsen verlangen. Ergo müssen langlaufende Anleihen im Kurs fallen. Sie sollten also keine Anleihen mit längeren Laufzeiten (mehr als 4 bis 5 Jahre) halten. Insbesondere empfehlen wir auch den Verkauf von Staatsanleihen, nach dem starken Anstieg im letzten Jahr, sind hier Gewinnrealisierungen angebracht. Anleihefonds würden wir auf jeden Fall verkaufen, da diese in Zeiten steigender Zinsen immer hinter den Erwartungen herhinken.
2. Aktien
Aus der Warte der technischen Analyse glauben wir, dass das aktuelle Bärmarket - Rallye noch etwas anhalten sollte und die Kurse bis in den Bereich der fallenden 200 – Tage – Durchschnittslinien treiben.
3. Gold
In diesen Zeiten dürfen Sie nicht auf den Versicherungsschutz verzichten, den Gold Ihnen bietet.
Die Geschichte lehrt, dass das Gold dem Wohlstand folgt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verfügten die Grossmächte Russland, Frankreich und Grossbritannien über die grössten Goldreserven. 1910 war bereits die aufstrebende Industriemacht USA an die Spitze getreten. Bis 1945 sollten die Vereinigten Staaten über zwei Drittel aller staatlichen Goldbestände verfügen.
Mit der Aufhebung der Golddeckung des Dollars im Jahr 1971 wurde der Niedergang des Greenback besiegelt. Seither notieren nicht nur die Teuerungsraten im Schnitt deutlich höher als zuvor, sondern es fand auch ein stetiger Ausverkauf der westlichen Goldreserven statt. Weitere Goldverkäufe zur Finanzierung der Rekorddefizite der westlichen Staaten sind wahrscheinlich. Ein immer grösserer Teil des Goldes wanderte in letzter Zeit in die Notenbankenkeller von Russland, China und den Ländern des Nahen Ostens.
Dem Weg des Goldes zu folgen, dürfte sich auch für Investoren auszahlen Der weitaus grösste Teil des gelben Edelmetalls auf der Welt befindet sich jetzt schon in privaten Händen. Dem Ausverkauf der staatlichen Goldbestände durch den Aufbau von privaten Goldreserven zu begegnen, ist nach unserer Überzeugung einer der besten Wege, um der wahrscheinlichen globalen Währungskrise zu begegnen. Das beste Vehikel dazu ist physisches Gold in Form von Barren oder Anlagemünzen im Safe oder Bankschliessfach oder einen wirklich mit Gold hinterlegten ETF wie derjenige der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Goldminen-Aktien versprechen bei steigendem Goldpreis zusätzliche Gewinne durch einen Hebeleffekt.
Die epochale Verschiebung des wirtschaftlichen Kräftegleichgewichts nach Osten wird durch die laufende Weltwirtschaftskrise beschleunigt: Während die westlichen Staaten in rekordhohen Haushaltsdefiziten versinken und über weitere Ausverkäufe ihrer einst über Jahrzehnte aufgebauten Goldreserven nachdenken, kaufen die Asiaten Gold. China gab am 24. April bekannt, dass es seine Goldreserven um 74% auf 1054 Tonnen erhöht habe. Das Reich der Mitte verfügt damit bereits über einen grösseren Goldhort als die Schweiz, welche mehr als 60% ihrer ehemals stolzen 2600 Tonnen Edelmetall zu Tiefstpreisen verscherbelt hat. Das Vorgehen der Chinesen mutet einiges cleverer an als dasjenige der Bank of England und der Schweizerischen Nationalbank, welche mit ihren Verkaufsankündigungen im Jahr 1999 und 2001 den Goldpreis jeweils auf neue Tiefststände drückten, bevor sie mit ihren Verkäufen begannen.
Die Frage stellt sich, wieso China nach Jahren des heimlichen Akkumulierens von Gold gerade jetzt an die Öffentlichkeit tritt. Die wahrscheinlichste Interpretation ist, dass es sich um einen weiteren Warnschuss in Richtung USA handelt. China hatte
dieses Jahr mehrmals die USA ungewohnt deutlich davor gewarnt, zur Bekämpfung der Krise zu viele neue Dollars zu drucken. Es ist kein Zufall, sondern höchstens eine Ironie der Geschichte, dass die Chinesen gerade jetzt zu Netto-Verkäufern von Dollar-Anleihen werden, wo die US – Regierung unter Barrack Obama zur Deckung des grössten Haushaltsdefizits seit dem 2. Weltkrieg mehr denn je auf Käufe aus dem fernen Osten angewiesen wäre.
Staatliche und halbstaatliche chinesische Firmen sind rund um den Globus auf Einkaufstour und erwarben durch die Krise günstig gewordene Beteiligungen an Minen und Ölvorkommen. Dieser Trend könnte sich in den nächsten Monaten und Jahren noch markant verschärfen.
Für weitere Anlagemöglichkeiten oder eine umfassende Beratung stehen Ihnen Markus Künzle und Daniel Pires gerne zur Verfügung.

