Aktien Angst – Studie belegt: die Angst vor Aktien ist wissenschaftlich begründet.

By Christoph Albeck

Aktien Angst ist nicht unbegründet

Aktien Angst: Die Deutschen sind Aktien Muffel. Sie haben Angst vor der Aktie. Und verschenken viel Geld, weil sie ihr Erspartes lieber in Versicherungen und Immobilien anlegen. Aktien erwirtschaften höhere Renditen, das ist angeblich wissenschaftlich erwiesen. So zumindest wollen uns das Vermögensverwalter klarmachen. Aber stimmt dieses Argument wirklich? Ist die Aktien Angst wirklich so irrational – oder gibt es handfeste Gründe dafür?

Eine neue Studie lässt jetzt die Angst bei der Aktien-Anlage als durchaus begründet erscheinen.

Aktien und Angst: kein anderes Volk ist so reich und hat dennoch so wenig Geld in Aktien angelegt wie die Deutschen. Selbst die Italiener haben ein höheres Pro-Kopf-Vermögen. Angeblich, weil sie mehr Geld in Aktien anlegen und deshalb viel stärker vom letzten Börsen-Boom profitieren.
Eine neue Studie hat jetzt bewiesen: diese Angst vor Aktien ist tatsächlich wissenschaftlich begründet.

Die Sorgen vieler Anleger, bei der Anlage in Aktien nicht besser abzuschneiden als bei verzinslichen Anlagen, hat gute Gründe. Viele Einzelaktien erweisen sich nämlich nicht besser als Staatsanleihen, wie unlängst eine Studie von Finanzwissenschaftlern an der Universität Arizona zeigte.

Dazu haben sich die Wissenschaftler die Werte seit den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts angesehen.

Das Ergebnis: Die Chance, mit einer zufällig ausgewählten Aktie im Laufe der Jahre und Jahrzehnte Millionär zu werden, ist sehr gering.

In der Mehrheit der Fälle wäre man sogar besser gefahren, sein Geld in Staatsanleihen anzulegen. Dennoch übersteigt die Rendite des ganzen Aktienmarkts die Renditen von Zinsanlagen um ein Vielfaches. Seit 1927 hat der amerikanische Leitindex S&P-500, der die 500 größten börsennotierten Konzerne der USA enthält, Anlegern eine jährliche Durchschnittsrendite von 5,6 Prozent beschert.

Weder Anleihen noch Gold konnten da mithalten. Wie passt das zusammen?

Wer versucht, mit nur einer oder wenigen Aktien so gut abzuschneiden, braucht Glück: die Wahrscheinlichkeit, aus der Vielzahl von Aktien die „Überflieger“ zu treffen, ist gering. Und Glück kommt selten vor bei der Vermögensanlage.

„Ein nicht gut gestreutes Portfolio birgt das Risiko, dass es gerade jene wenigen Aktien nicht enthält, die sehr große Renditen erwirtschaften“, erklärte dazu der Verfasser der Studie, Hendrik Bessembinder. Er hat knapp 26.000 Aktien untersucht. Davon waren lediglich 86 Aktien für den halben Wohlstandsgewinn verantwortlich. Das entspricht 0,3 Prozent. Die 1000 besten Aktien, also weniger als vier Prozent, haben den gesamten Vermögenszuwachs geschaffen.

Bei den restlichen fast 25.000 Papieren hätten Anleger ihr Geld genauso verzinslich anlegen können. In der Untersuchung schnitt eine willkürlich ausgewählte Aktie in 99 Prozent der Fälle schlechter ab als die Gesamtheit aller Aktien. Zu ähnlichen Ergebnissen für Deutschland und Europa kommt auch der Finanzwissenschaftler Martin Weber von der Universität Mannheim.

Aus Sicht der Wissenschaftler ist das ein starkes Argument für eine breite Streuung, wie sie Investmentfonds bieten. Im Finanzkontor Fonds Shop können sogar Vermögens-Strategien kostenlos nachgebildet werden. Und das bei einer online-Kontoeröffnung sowie mit 100% Rabatt auf den sonst fälligen Ausgabeaufschlag.
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Aktien Angst führt zu unzufriedenen deutschen Anlegern

Die Deutschen sind träge, zumindest beim Thema Geldanlage. Nur langsam dämmert einer Mehrheit, dass die lange beliebten Kapital-Lebensversicherungen und Sparbücher nicht mehr zeitgemäß sind, mit Mini-Zinsen sich nicht einmal ein Erhalt der Kaufkraft erreichen lässt, geschweige denn eine Vermehrung des angelegten Kapitals. Das Umdenken vollzieht sich langsam, aber es schlägt sich in Befragungen inzwischen nieder: Noch im Vorjahr nannte rund ein Drittel der befragten Deutschen das Sparkonto als ihr bevorzugtes Anlageprodukt. Damit hatte es unter allen Finanzangeboten noch einen Spitzenplatz. Die lange Nullzinsphase schien die Mehrheit der Deutschen einfach aussitzen zu wollen.

Doch die Treue zum Sparbuch schwindet allmählich: In einer unlängst veröffentlichten Studie der GfK im Auftrag des Bankenverbandes nannten nur noch 22 Prozent das Sparkonto als bevorzugtes Anlageinstrument. Das meist ähnlich schlecht verzinste Tagesgeldkonto sank in der Gunst ebenfalls und kam auch auf 22 Prozent der Nennungen. Das meist nur geringfügig besser verzinste Festgeld erlebte in der Gunst der Deutschen im Vergleich zum Vorjahr den stärksten Rückgang: Nur noch 11 Prozent nach 18 Prozent im Vorjahr hielten am Festgeld als bevorzugte Geldanlage fest. Auch bei der ohnehin nicht von vielen favorisierten Direktanlage in verzinsliche Wertpapiere hat das Zinsniveau Spuren hinterlassen: Die Nennungen sanken von 9 Prozent um ein Drittel auf nur noch 6 Prozent.

Bei den beliebtesten Formen der Geldanlage können sich der Bausparvertrag, die private Rentenversicherung und die private Kapitallebensversicherung halten. Sie wurden in einer anderen Umfrage von 21 bis 29 Prozent der Befragten genannt. Bedenklich groß ist der Anteil der Deutschen, die ihr Geld weder einer Bank noch einer Versicherung anvertrauen: Bei der schon im vergangenen Herbst 2016 durchgeführten Umfrage gaben immerhin 23 Prozent an, ihr Erspartes lieber zu Hause zu deponieren oder sonst irgendwie „wegzulegen“.

Die relativen Gewinner der GfK-Umfrage sind Aktien, Immobilien und Fondsanteile, denn sie wurden zwar nicht häufiger, aber eben auch nicht viel seltener als im Vorjahr genannt. Immerhin 16 Prozent nennen Aktien als bevorzugte Anlageform, 17 Prozent Immobilien und sogar 20 Prozent Fonds. Gold, das ja keine Erträge bringt und insofern eine reine Spekulation auf einen steigenden Kurs darstellt, bleibt dagegen eine Randerscheinung: Nur für 6 Prozent ist das Edelmetall die erste Wahl unter den Geldanlagen. Zumindest die Rolle, die Gold einnehmen sollte, haben die Deutschen damit richtig erfasst: Allenfalls als kleinere Depotbeimischung.

Angst vor Verlust: „Nichts tun“ ist der Favorit der Deutschen und schlägt in der Popularität sogar die „Angst vor Altersarmut“

Auffällig ist, dass der traditionelle Vorsprung von Sparkonten vor Investmentfonds so klein wie noch nie zuvor geworden ist. Gleichzeitig wurde aber keine Geldanlage deutlich mehr favorisiert. Auch darin kommt eine wachsende Unzufriedenheit zum Ausdruck.

Auf die Frage nach der Zufriedenheit mit der Wertentwicklung ihrer Geldanlage äußerten sich nur noch 47 Prozent zufrieden, also weniger als die Hälfte. Im Vorjahr waren es noch mehr als jeder Zweite, nämlich 53 Prozent.

Hauptgrund der Unzufriedenheit ist das extrem niedrige Zinsniveau. Offenbar liegt für viele Menschen eine psychologisch relevante Grenze bei einem Zins von einem halben Prozent.

Bei mehr als 0,5 Prozent ist man bereit, Geld anzulegen. Unterhalb von 0,5 Prozent lassen viele das Geld lieber unverzinst auf dem Konto liegen – dafür aber bei täglicher Verfügbarkeit, wie die unterschiedliche Gunst von Tages- und Festgeldkonten zeigt.

Im Laufe des vergangenen Jahres fiel der marktübliche Zinssatz für eine Festgeldanlage über zwölf Monate von 0,54 auf nur noch 0,37 Prozent. Damit wurde die „Schmerzgrenze“ vieler Anleger nun endgültig unterschritten: Sie verweigern die mittel- oder gar längerfristige Zinsanlage, was sich durchaus als Ausdruck von „Schwarmintelligenz“ erweisen dürfte, denn sich lange auf sehr niedrige Zinsen festzulegen, könnte sich in einigen Monaten, spätestens Jahren, als schwerer Fehler erweisen. Wer jetzt sein Geld verfügbar „parkt“, kann sich vielleicht erst bei höheren Zinsen wieder festlegen. Dass die Zinsen rasch wieder auf altbekannte Niveaus steigen werden, ist allerdings unwahrscheinlich. Deshalb ist es bedauerlich, dass das lange und tiefe Zinstal nicht zu einer stärkeren Entdeckung vermeintlich riskanter Anlageformen führt. Bei Aktien und Aktienfonds wird vor allem das Risiko von Kursverlusten wahrgenommen. Dass die Chancen längerfristig klar überwiegen und Aktieninvestments bei breiter Risikostreuung und längeren Anlagezeiträumen zunehmend sicherer sind, zumal es sich um weitgehend inflationssichere Sachwerte handelt, ist den Deutschen immer noch fremd. Vermeintliche Sicherheit ergibt sich aus feststehenden Zinsen – auch wenn diese nahe Null sind.

Fast 90 Prozent der Befragten können sich „gar nicht“ oder „eher nicht“ vorstellen, bei künftigen Geldanlagen ein höheres Risiko einzugehen, um gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Der Wert schwankt seit Jahren um die 90-Prozent-Marke.

Die Zins-Flaute scheint bei einer wachsenden Zahl von Deutschen eher einen Grund zu liefern, das Geld auszugeben als zu sparen. So ist der Anteil derjenigen, die überhaupt Geld dauerhaft anlegen, bereits zum dritten Mal in Folge zurückgegangen: Waren es vor zwei Jahren noch 57 Prozent, sind es mittlerweile nur noch 45 Prozent. Vor allem junge Menschen sind ernüchtert. In der Generation der 18- bis 29-Jährigen legt gerade noch jeder Dritte Geld zu Seite. Vor einem Jahr war es noch jeder Zweite. Aber auch viele Über-60-Jährige verabschieden sich ganz vom Thema Geldanlage: Der Anteil der Finanzanleger in dieser Altersgruppe sank von 63 Prozent im Jahr 2014 auf zuletzt 46 Prozent.

„Die Sparer und Anleger zeigen sich angesichts der Minizinsen zunehmend entmutigt und geben ihr Geld vermehrt aus, anstatt es anzulegen“, erklärte dazu Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands.

Aktien Angst: Diskrepanz zwischen Verlustangst heute und Angst vor Altersarmut morgen und übermorgen

Diskrepanzen zwischen dem, was einerseits sinnvoll und notwendig wäre, andererseits aber tatsächlich getan wird, sind bei den Deutschen und ihren Geldanlagen die Regel. So ist die in vielen Fällen begründete Angst vor Altersarmut weiter verbreitet als die Bereitschaft, dagegen etwas zu tun. Eine betriebliche Altersversorgung beispielsweise halten 42 Prozent für attraktiv, aber nur 18 Prozent nutzen sie. Aktien wird von einer Mehrheit zugetraut, eine attraktive Anlageform für Vermögende zu sein, „die Reiche noch reicher macht“. Die wenigsten nutzen sie aber für sich selbst – und sei es in Form von Aktienfonds.

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