spanische Haushalte kommen aus der Schuldenfalle. Industrie überrascht durch Wachstum.

 |  Juli 1 2013

Postive Nachrichten für Spaniens Familien: sie entkommen der Schuldenfalle. Die Schuldenfalle hatte sich aufgetan, nachdem nach dem Platzen der Immobilienblase hochverschuldete spanische Familien immer mehr in die Arbeitslosigkeit gerutscht waren, ihre Kredite nicht mehr bedienen konnten und viele Eigentümer von Immobilien ihre Häuser verloren hatten.
Nun gibt die spanische Zentralbank bekannt, daß die Verschuldung der spanischen Haushalte auf das Vor-Krisen-Niveau von 2007 gesunken ist.
Grund ist die praktische Einstellung der Kreditvergabe seitens der spanischen Banken im Zusammenhang mit Refinanzierungsproblemen am internationalen Kapitalmarkt.
Das Gesamt-Kredit-Volumen für die spanischen Haushalte liegt nun mit rund 812 Mrd EUR um fast 5% unter dem Vorjahreswert und auf dem niedrigsten Niveau seit März 2007.
Eine weitere positive Nachricht ist, daß das Kreditniveau nun schon seit sechs Monaten ununterbrochen sinkt. Und daß mit einem weiteren, drastischen Rückgang gerechnet wird.

Für die spanische Wirtschaft, die traditionell stark vom Inlandskonsum lebt, sind das gute Nachrichten.
Gute Nachrichten kommen auch vom verarbeitenden Gewerbe: der Konjunkturindex PMI, der die Stimmung unter Führungskräften in Industrieunternehmen mißt, stieg um 2 Punkte auf den Wert 50, welcher Wachstum anzeigt.
Seit April 2011 wurde nicht mehr ein solch hoher Wert ermittelt. Auslöser ist in diesem Falle nicht der Rückgang der spanischen Verschuldung, sondern das reale Wachstum im Exportgeschäft.
Der Ibex35 stieg angesichts dieser Nachricht um 1,86% auf 7.900 Punkte.

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