Der Countdown läuft – Steuerfahndung ab September auf Mallorca

 |  März 24 2017
Steuerfahndung auf Mallorca

Seit vier Jahren ist es bekannt, gehandelt haben erstaunlich wenige Finca Besitzer mit deutschem Wohnsitz. Aber spätestens jetzt muß klar sein: die Vogel Strauß Taktik „Kopf in den Sand“ funktioniert nicht mehr. Denn jetzt ist es amtlich: ab September wird die Steuerfahndung auf Mallorca Jagd auf Deutsche machen.
Der Countdown läuft also. Dank deutschem Sozialneid und anstehender Bundestagswahl ist die Finca auf Mallorca wieder einmal im Blick der Steuerfahnder, und ab September können sie zuschlagen, die Beamten aus Deutschland.

Wie es zur Problematik einer immobilienhaltenden spanischen SL kam – eine historische Betrachtung.

Deutsche, die in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine Finca auf Mallorca gekauft hatten, sahen sich mit einer ungünstigen steuerlichen Gesamtlage konfrontiert. Einkommensteuer, Vermögensteuer sowie Erbschaftssteuer belegten den privaten Immobilienbesitz. Auf die spanische SL hingegen waren keine bzw. nur sehr geringe Steuern zu zahlen. Für Steuerberater auf Mallorca ein perfektes Geschäftsmodell: vermögende Deutsche gründeten Firmen auf Mallorca. Für die galt es, einen Geschäftssitz zu unterhalten sowie die Bücher zu führen. Das Geld blieb auf der Insel in Form von Gebühren anstatt nach Madrid in Form von Steuern abzufliessen.

Mallorca Immobilien in einer spanischen SL

Viele Spanier halten ihre Immobilien nach wie vor in einer spanischen SL. Das ist in Spanien gerade für vermögende Familien immer noch ein gängiges Modell und wird von vielen Steuerberatern empfohlen:
gerade bei Hochpreis-Immobilien empfiehlt sich eine Firmengründung. Das Hauptmotiv liegt im Fall spanischer Eigentümer in der Problematik der Erbschaftssteuer. Für Bürger mit Wohnsitz ausserhalb der Balearen gibt es nämlich keinen Schutz durch die Reduktion der Erbschaftssteuer, weshalb im Erbfall – oder auch im Schenkungsfall – hohe Zahlungen auf die Erben zukommen. Dies wird mit einer spanischen SL ganz legal vermieden.

Leider gilt das nicht für Menschen mit Wohnsitz in Deutschland. Die Rechtsprechung in Deutschland spricht von einer verdeckten Gewinnausschüttung.
Wer jetzt noch eine Mallorca Immobilie in der SL hat, muß sofort handeln. Sonst wird es ab September richtig teuer: seit 2013 schließlich ist jedem klar, daß die unentgeltliche Nutzung einer in Spanien belegenen Ferienimmobilie einer spanischen S.L. durch deren in Deutschland ansässige Gesellschafter bei den Gesellschaftern als verdeckte Gewinnausschüttung in Gestalt der verhinderten Vermögensmehrung zu behandeln ist und das Besteuerungsrecht daran in Deutschland liegt. Alle, die Immobilien über eine S.L. halten, haben damit grundsätzlich Steuern verkürzt.
Und über das OECD Abkommen des lückenlosen Informationsaustausches zwischen Spanien und Deutschland schlägt die Falle unwiderbringlich zu.

Leider ist es für eine bloße Auflösung der spanischen SL zu spät. Wird nämlich bekannt, daß der steuerpflichtige Gesellschafter seine S.L. aufgelöst hat, könnte eine Berichtigung versperrt sein. Und bei Hinterziehung betragen sowohl Festsetzungsverjährung als auch die strafrechtliche Verfolgungsverjährung zehn Jahre – zumindest bei den regelmäßig erreichten Beträgen von über 50.000 Euro. Die Leiche bleibt also im Keller.

Was in Deutschland steuerpflichtige Finca Besitzer jetzt machen müssen, kann gar nicht mehr pauschal beantwortet werden. Da das Thema ein deutsches Thema ist gibt es grundsätzlich zwei Vorgehensweisen: einen in Deutschland fachlich versierten Anwalt hinzuziehen oder Resident in Spanien werden.

verunsicherte Finca Besitzer sollten sich professionellen Rat holen

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