Bitcoin: Boom oder Blase?

Bitcoin Boom oder Blase?
Sind Kryptowährungen wie der Bitcoin eine substanzlose Spekulationsblase oder eine ernstzunehmende Möglichkeit, Geld mit Aussicht auf weitere Gewinne anzulegen? Die umfangreiche Kritik sollte man zumindest als Warnung verstehen: So riet unlängst die Deutsche Bundesbank von Geldanlagen in Bitcoin ab.

Bitcoin Boom oder Blase? Das spricht gegen Bitcoins

Die Bundesbank rät von Bitcoin als Geldanlage ab.
Und zwar ganz branchen-unüblich mit Klartext:

Der Bitcoin sei „ein Spekulationsobjekt“, dessen Wert sich rapide verändere, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele. „Aus unserer Sicht ist der Bitcoin kein geeignetes Medium, um Werte aufzubewahren.“ Tatsächlich hat es immer wieder Kurseinbrüche von mehr als 50 Prozent gegeben. Wer die Streuung seiner Vermögensanlagen vergrößert, will damit eigentlich Risiken verringern. Dazu eignen sich die Kryptowährungen aufgrund ihrer extremen Wertschwankungen kaum. Zudem sind die digitalen Währungen auch digitalen Angriffen ausgesetzt.

Bitcoin Boom oder Blase? Sicherheit spricht sowohl für als auch gegen die Krypotwährungen!

Bitcoins können nicht gefälscht werden. Während durch Falschgeld jedes Jahr Millionen verloren gehen haben die Bitcoins einen entscheidenden Vorteil: die Kryptowährungen selbst kann nicht „gefälscht“ oder „kopiert“ werden; aber sie können natürlich geklaut werden wie ganz normales Bargeld auch. So gab es in der Vergangenheit viele Hackerangriffe auf große Krypto-Tauschbörsen wie MtGox oder BitFinex. Etliche Angriffe waren erfolgreich und Nutzer verloren ihre digitalen Guthaben. Einer Studie von Tyler Moore zufolge, einem Professor für Cyber-Sicherheit an der Universität von Tulsa, wurden seit 2009 ein Drittel aller Handelsplattformen für Krypto-Währungen gehackt.

Nach Angaben der Datenschutz-Organisation Privacy Rights Clearinghouse lag die Quote bei US-Banken im gleichen Zeitraum nur bei einem Prozent. Hinzu kommt eine zunehmende „Geschäftemacherei“ rund um die Digitalwährungen bis hin zu unzähligen Betrugsmaschen. Da
werden Anleger aufgefordert, dubiose „Konten“ zu eröffnen, Geld dorthin zu überweisen, ohne dass sie dafür wirklich Kryptowährungen erhalten. Oder es wird gutgläubigen Interessenten weisgemacht, sie könnten sich mit ihren Ersparnissen erfolgreich am „Mining“, der Berechnung neuer digitaler Geldeinheiten, beteiligen.

Bitcoin Boom oder Blase? Betrug im grossen Stil möglich

Neben Bitcoins gibt es viele weiteren Digitalwährungen, die sich zwar begrifflich an den Bitcoin oder andere „echte“ Kryptowährungen anlehnen, hinter denen aber ein betrügerisches System steckt. Der bekannteste Fall ist der der sogenannten „Onecoins“. Diese waren nur über eine zentrale Plattform zu erwerben und auf zentralen Servern gespeichert, was so ziemlich das Gegenteil von Blockchain-basierten Digitalwährungen ist.

Aber auch der „echte“ Bitcoin hat Probleme: Durch die enorm gestiegene Zahl der neuen Nutzer haben sich Transaktionen stark verlangsamt. Zwischenzeitlich stauten sich über 170.000 unbestätigte Überweisungen im Netzwerk. Ein Programmupdate mit dem kryptischen Namen „Segwit2x“ sollte den Bitcoin beschleunigen, scheiterte aber am Widerstand der Nutzermehrheit. Mit dem „Bitcoin Cash“ wurde eine eigene Abspaltung des Bitcoins zur Konkurrenz.

Noch schlimmer: Ermutigt durch den Erfolg des Bitcoins schießen neue Digitalwährungen wie Pilze aus dem Boden, viele mit dem Anspruch „der bessere Bitcoin“ zu sein. Für einige mag das sogar zutreffen, andere sind im schlimmsten Fall von vornherein ein Betrug an gutgläubigen Anlegern. Der Vorstandschef der US-Großbank JP-Morgan, James Dimon, machte Schlagzeilen, als er im September den Bitcoin „Betrug“ nannte. Der Chef der schweizerischen Traditionsbank Credit Suisse, Tidjane Thiam, nannte es „die exakte Definition einer Blase“.

Bitcoin Boom oder Blase? hohe Dynamik, aber berechtigte Kritik von den Institutionen

Selbst die Deutsche Bank riet zur Zurückhaltung. Die Schwankungen seien zu hoch, der ganze Bereich noch unreguliert. Trotz aller berechtigten Kritik sind Kryptowährungen wie der Bitcoin aber ein Phänomen, das nicht verschwinden wird. Der Markt sei hochdynamisch, die Liquidität aber nach wie vor recht niedrig. Daher könnten kurzfristige Stimmungen den Kurs stark beeinflussen, erklärte Professor Philipp Sandner von der Frankfurt School of Finance and Management die hohen Schwankungen.

Das eigentliche Momentum aber sei ungebrochen. Der Bitcoin könne als Krypto-Basiswährung bezeichnet werden, da Handel in anderen Kryptowährungen gegen den Bitcoin stattfänden. Das sei ein unschlagbarer Vorteil trotz technischer Schwächen, verteidigte Sandner die Aussichten der bekanntesten Digitalwährung. Immer mehr traditionelle Investoren würden auf das Thema aufmerksam und den Bitcoin und andere Kryptowährungen als eine neuartige Asset-Klasse begreifen.

Bitcoin: Boom oder Blase? Der Bitcoin Future bald börsennotiert

Zu den wenigen Bankern, die sich zustimmend äußerten, gehörte Lloyd Blankfein, Chef des US-Bankhauses Goldman Sachs: Er möge den Bitcoin zwar nicht, erklärte er, „aber ich bin offen dafür“. Vielleicht stelle das die nächste Entwicklungsstufe des Geldes dar. Neben Goldman beschäftigt sich auch die Großbank Citigroup mit digitalen Währungen. Ein großer Schritt nach vorn für die Akzeptanz des Bitcoins wird unterdessen in Chicago vorbereitet. Die dort ansässige größte Terminbörse der Welt, die Chicago Mercantile Exchange (CME), hat vor wenigen Wochen angekündigt, ab Dezember einen Bitcoin-Future anzubieten, einen Terminkontrakt auf die Kryptowährung.

Mit dessen Hilfe könnten sich Anleger gegen Preisschwankungen absichern.
Kurzfristig könnten die Spekulationen die Wertschwankungen noch vergrößern; dann aber dürfte ein regulierter Future-Handel den Bitcoin sogar zähmen helfen. Der Chef der Chicagoer Terminbörse, Terry Duffy, kündigte an, den Handel notfalls auszusetzen, wenn der Bitcoin-Preis zu steil fallen würde. Man werde den Bitcoin zu einem regulären Finanzinstrument machen, das nach den üblichen Regeln gehandelt werde, so seine Vision. Fazit: Beim Thema Kryptowährungen müssen

Bitcoin: Boom oder Blase? Tipps für Anleger

Anleger aufpassen, nicht auf Geschäftemacher und Betrüger hereinzufallen. In einer von der Digitalisierung bestimmten Weltwirtschaft werden allerdings digitale Währungen ihren Platz und Wert finden. Der Bitcoin scheint dafür die Leitwährung zu werden. Das Problem liegt aber in den Handelsplätzen und Börsen, auf denen Verkäufer und Käufer zusammenkommen. Welche Plattformen sich als stabil und verlässlich herauskristallisieren, ist noch lange nicht ausgemacht. Ich empfehle Ihnen die Analyse von Markus Miller.

80/20 Investment

Über den Autor dieses Beitrags: Christoph Albeck ist Investor und professioneller selbständiger Anlageberater in Frankfurt am Main. Er berät Kunden bei Fragen zur Internationalisierung ihrer Geldanlage. Internationalisierung und Diversifizierung ist unter Risiko-Gesichtspunkten für jeden Anleger dringend geboten. Schwerpunkt seiner Beratung sind daher internationale Kapitalmärkte, steuerliche Strukturierung, Vermögens-Schutz sowie Auslandsimmobilien als Kapitalanlage und Direktinvestments in Grund und Boden. Sein Motto: „wer nicht streut rutscht aus“. Christoph Albeck hat seit über 25 Jahren seinen Zweitwohnsitz auf Mallorca und natürlich prägt das Leben auf dieser wunderbaren und internationalen Insel seine Sicht der Dinge. Er ist selber auf Mallorca als Immobilieninvestor und Bauträger tätig und kennt die Perspektive des Käufers. Er kennt die Zweifel, die sich bei einem Finca Kauf auf Mallorca zwangsläufig ergeben und gibt auf seinem Blog finanzkontor.es Tipps zu GeldanlageGeld verdienen mit Mallorca Immobilien, Crowdfunding auf MallorcaVermietung und zu Steuern. Christoph Albeck hat nach seinem Abschluss als Diplom-Volkswirt jahrelang auf Leitungsebene bei internationalen Banken gearbeitet. Er verfügt daher über ein exzellentes Netzwerk und beste Kontakte zu den führenden Maklern, Bauträgern, Rechtsanwälten und Banken.

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