Wie der Klimawandel die Märkte beeinflusst

Wie der Klimawandel die Märkte beeinflusst – stürmische Zeiten auf Land und Meer, aber derzeit noch Ruhe an den Kapitalmärkten. Das ist das Fazit der bisherigen Hurricane-Season. An den Aktienbörsen jedenfalls blieben die für August und September befürchteten Turbulenzen bislang aus. In der Karibik und im Süden der USA richteten dagegen Wirbelstürme große Schäden an. Wie Sie sich mit Versicherungsaktien und Katastrophenanleihen auf den Klimawandel vorbereiten, zeigt dieser Artikel.

Das Wettergeschehen ist auch für die Börsen ein Thema. Wie der Klimawandel die Märkte beeinflusst ist dabei ziemlich klar. Denn über börsennotierte Rückversicherungen und sogenannte „Katastrophen-Anleihen“ werden die versicherten Risiken weltweit verteilt.

Jedes Jahr im September interessieren sich Investoren weltweit für das Wetter. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen dann die Wirbelstürme, die über die Karibik den Südosten der USA treffen. Durchschnittlich 38 Prozent aller Hurrikans treten im Monat September auf, weshalb von der „Hurrikan-Saison“ die Rede ist. In diesem Jahr begann diese gleich mit zwei überdurchschnittlich verheerenden Wirbelstürmen: Hurrikan „Harvey“ führte mit rekordhohen
Niederschlägen zu katastrophalen Überschwemmungen in Houston.
Nach Informationen des Insurance Information Institute waren vor einem Jahr aber nur 15 Prozent der 16 Millionen Häuser des Harris County, einer regionalen Verwaltungseinheit im US-Bundesstaat Texas, gegen Flut versichert, was eine Indikation für den geringen Umfang des Versicherungsschutzes liefert. Nur Hauseigentümer in Hoch-Risiko-Zonen, die eine Hypothek aufnehmen wollen, müssen sich über das staatliche „National Flood Insurance Program“
(NFIP) versichern. Private Versicherungen haben dagegen wenige abgeschlossen. Hurrikan „Irma“ ist als Sturm der Kategorie 4 über die Florida Keys hinweg gezogen und traf danach als Sturm der Kategorie 3 bei Marco Island die Westküste Floridas. Damit wüteten die stärksten Winde über den Everglades statt über Miami oder anderen dicht bevölkerten Küstenregionen. Das volle Ausmaß der Schäden ist noch unbekannt. Es kam zu ausgedehnten Ausfällen der Stromversorgung und anderer Infrastruktur. Versicherungstechnisch stellen nach der Abschwächung des Sturms Sturmfluten die größte Gefahr dar. Diese sind bei Irma hinter den schlimmsten Prognosen zurückgeblieben.

Die versicherten Schäden können von den beiden großen Risikomodellierungsfirmen AIR und RMS erst grob geschätzt werden. AIR setzte für den versicherten Schaden eine Bandbreite von 15 bis 50 Mrd. Dollar an; RMS sah noch eine Wahrscheinlichkeit von 10 Prozent, dass die Schäden für die Versicherungsindustrie 60 Mrd. Dollar überschreiten würden. Zum Vergleich:

Der Hurrikan „Katrina“ verursachte im Jahr 2005 rund 41 Mrd. Dollar versicherten Schaden.

Wie der Klimawandel die Märkte beeinflusst und damit die Kurse von Versicherungen und Anleihen

Die Kurse von Rückversicherungen und Katastrophenanleihen, sogenannter „CAT-Bonds“, reagierten mit erhöhter Volatilität auf die Ereignisse. Die Ermittlung der tatsächlichen Versicherungsleistungen wird sich über Monate hinziehen. Kursverluste bei Rückversicherern und Katastrophenanleihen gehören zum System der globalen Risiko-Verteilung. Für Neuinvestments werden (Rück-) Versicherungs-Aktien und Katastrophen-Anleihefonds jetzt aber attraktiver, weil künftig mehr und höhere Prämien gezahlt werden. Alle sind gut beraten, das Prinzip der Risikostreuung zu beachten. Erstversicherer in der betroffenen Region würden unter der Last der Schadensfälle kollabieren, wenn sich diese Schadenshäufungen nicht rückversichern würden. Die Aktienkurse der weltweit tätigen Rückversicherer haben „Harvey“ und „Irma“ schon verkraftet.

Wie der Klimawandel die Märkte beeinflusst – wie Privatanleger reagieren können

Wenn Sie sich als Privatanleger fragen, wie Sie sich mit Ihrem Portfolio auf den Klimawandel vorbereiten können, empfehle ich Ihnen einen Blick in Sparten-Fonds. Welche das sind, erfahren Sie gerne in einem persönlichen Gespräch, welches Sie per Email vereinbaren können.

80/20 Investment

Über den Autor dieses Beitrags: Christoph Albeck ist Investor und professioneller selbständiger Anlageberater in Frankfurt am Main. Er berät Kunden bei Fragen zur Internationalisierung ihrer Geldanlage. Internationalisierung und Diversifizierung ist unter Risiko-Gesichtspunkten für jeden Anleger dringend geboten. Schwerpunkt seiner Beratung sind daher internationale Kapitalmärkte, steuerliche Strukturierung, Vermögens-Schutz sowie Auslandsimmobilien als Kapitalanlage und Direktinvestments in Grund und Boden. Sein Motto: „wer nicht streut rutscht aus“. Christoph Albeck hat seit über 25 Jahren seinen Zweitwohnsitz auf Mallorca und natürlich prägt das Leben auf dieser wunderbaren und internationalen Insel seine Sicht der Dinge. Er ist selber auf Mallorca als Immobilieninvestor und Bauträger tätig und kennt die Perspektive des Käufers. Er kennt die Zweifel, die sich bei einem Finca Kauf auf Mallorca zwangsläufig ergeben und gibt auf seinem Blog finanzkontor.es Tipps zu GeldanlageGeld verdienen mit Mallorca Immobilien, Crowdfunding auf MallorcaVermietung und zu Steuern. Christoph Albeck hat nach seinem Abschluss als Diplom-Volkswirt jahrelang auf Leitungsebene bei internationalen Banken gearbeitet. Er verfügt daher über ein exzellentes Netzwerk und beste Kontakte zu den führenden Maklern, Bauträgern, Rechtsanwälten und Banken.

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