Rück- und Ausblick: 2018 – Jahr des Übergangs

Rück- und Ausblick: 2018 – Jahr des Übergangs
Das Jahr 2017 hat viele Anleger positiv überrascht. Zu Jahresbeginn hatte man insbesondere an den europäischen Börsen vor allem politische Sorgen: Nach dem Brexit-Beschluss und der Wahl von Trump zum US-Präsidenten fürchteten anfangs viele, 2017 würde ein Auseinanderbrechen der Europäischen Union und eine Verschlechterung der Weltwirtschaft bringen. Es kam anders. Die Wallstreet stützte sich auf weiter steigende Unternehmensergebnisse und lebte das ganze Jahr über von der Hoffnung, dass Trump doch wenigstens einen Teil seiner konjunkturfördernden Maßnahmen durchs Parlament bringen würde. In Kontinentaleuropa fielen Wahlen eher proeuropäisch aus und die Konjunktur verbesserte sich im Jahresverlauf stärker als erwartet. Europas Wirtschaft kann sich sowohl auf ein florierendes Exportgeschäft als auch einen verbesserten heimischen Konsum stützen. Aber auch in anderen Weltregionen
lief es wirtschaftlich gut, insbesondere in Asien. In Japan tragen die wirtschaftspolitischen
Maßnahmen der Regierung Abe Früchte und das Land erlebt den längsten Aufschwung seit der Finanzkrise.

Rück- und Ausblick: 2018 – Jahr des Übergangs auch in China

China machte Fortschritte beim angestrebten Übergang vom exportorientierten Modell hin zu einer mehr inländisch orientierten Wirtschaft. Die Schwellenländer entwickelten sich besser als zu Jahresbeginn von den meisten erwartet worden war. Insgesamt erlebte die Weltwirtschaft ihr stärkstes Jahr seit 2010.
Mit diesem konjunkturellen Rückenwind starten die Börsen in das Jahr 2018.

Rück- und Ausblick: 2018 – Jahr des Übergangs in der Eurozone

Wie vor einem Jahr machen sich Anleger wieder eher politische als wirtschaftliche Sorgen: Die Wahlen in Italien könnten Gegner der EU stärken. Und Großbritannien taumelt bislang weitgehend konzeptlos dem EU-Austritt entgegen, den eine Mehrheit der Briten inzwischen wohl schon bedauert. Insgesamt aber macht die Weltwirtschaft den besten Eindruck seit Jahren. Die Notenbanken können ihre bislang extrem lockere Geldpolitik schrittweise normalisieren. Für die USA dürfte das weitere Leitzinsanhebungen bedeuten und für die Eurozone einen schrittweisen Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm. Trotz sinkender Arbeitslosigkeit, hoher Beschäftigung und gutem Wachstum bewegt sich die Inflation nur in die Richtung der von den Notenbanken angestrebten Größenordnung von zwei Prozent. Es spricht also viel dafür, dass auch das Jahr 2018 wieder erfreulich wird – zumindest für Aktienanleger: Insbesondere in der Eurozone erscheint die Bewertung der Aktienmärkte gemessen an den aktuellen Aussichten und den niedrigen Zinsen noch attraktiv. Die europäische Gemeinschaftswährung dürfte gegen US-Dollar nicht steigen, wenn die Zinsen dort schneller und weiter nach oben gehen. Ein schwacher Euro bliebe für das Exportgeschäft unterstützend.

Rück- und Ausblick: 2018 – Jahr des Übergangs in den USA

In den USA sollte es Präsident Trump gelingen, wenigstens etwas von seinen Steuerplänen umzusetzen und die im internationalen Vergleich hohen Steuersätze für Unternehmen zu senken. Davon ginge auch
international ein Signal aus, Unternehmen nicht höher, sondern eher weniger zu besteuern.

Dass viele Rohstoffpreise etwas gestiegen sind, ist kein Problem für die Weltwirtschaft, im Gegenteil: Gerade einige Schwellenländer, deren Volkswirtschaften stark von Rohstoffexporten abhängig sind, profitieren von der Erholung der Rohstoffpreise.

Rück- und Ausblick: 2018 – Jahr des Übergangs bei Aktien?

Mit Blick auf 2018 bleiben Aktien also reizvoll. Das globale Wachstum wird wohl auf einem gesunden Niveau stabil bleiben. Aktien dürften von den soliden Aussichten profitieren. Aus regionaler Sicht sind insbesondere Aktien aus Japan, den Schwellenländern und der Eurozone interessant. Anleihen dürften mit einem eher schlechten Verhältnis zwischen ihren jetzigen, niedrigen Renditen und möglichen Kursverlusten im Fall steigender Marktzinsen vor einem weiteren schwierigen Jahr stehen. Bei verzinslichen Anlagen dürfte deshalb weiterhin eine hohe Flexibilität angeraten sein, die aktive Entscheidungen hinsichtlich Laufzeiten, Bonitäten und Währungen erfordert. Aber auch bei Aktienanlagen ist das Umfeld nicht ohne Risiken. Die Börsen könnten im Laufe des kommenden Jahres auch einige Turbulenzen oder Rückschläge erleiden. An der Wallstreet beispielsweise droht Enttäuschung aufzukommen, wenn die von Trump versprochene Steuererleichterung hinter den Erwartungen zurückbleibt oder doch noch
gänzlich scheitern sollte. In Europa könnten die Wahlen in Italien die Sorgen um einen Zusammenhalt der EU zurückbringen. Und ein möglicher „harter Brexit“ würde der britischen Volkswirtschaft sehr schaden, aber auch Kontinentaleuropa wirtschaftlich nicht helfen. Schließlich ist es keineswegs sicher, dass das positive Szenario weitgehend inflationsfreien, robusten Wachstums über das gesamte Jahr 2018 und darüber hinaus Bestand hat. 2018 könnte den Zenit dieses schon ungewöhnlich langen und weitreichenden Aufschwungs bringen. Manche Experten erwarten „ein Jahr des Übergangs“, ein Jahr, in dem sich das Wachstum auf hohem Niveau stabilisiert, aber auch das Jahr, in dem der Zenit der lockeren Geldpolitik erreicht ist und die Notenbanken vorsichtig ein neues Gleichgewicht suchen. Große Einigkeit besteht darin, dass mit höherer Volatilität, also Kursschwankungen zu rechnen ist. Und dass dies mehr aktives Risikomanagement erfordert. Dies spricht dann eher für aktiv gemanagte Wertpapierfonds als für passive Indexfonds.

80/20 Investment

Über den Autor dieses Beitrags: Christoph Albeck ist Investor und professioneller selbständiger Anlageberater in Frankfurt am Main. Er berät Kunden bei Fragen zur Internationalisierung ihrer Geldanlage. Internationalisierung und Diversifizierung ist unter Risiko-Gesichtspunkten für jeden Anleger dringend geboten. Schwerpunkt seiner Beratung sind daher internationale Kapitalmärkte, steuerliche Strukturierung, Vermögens-Schutz sowie Auslandsimmobilien als Kapitalanlage und Direktinvestments in Grund und Boden. Sein Motto: „wer nicht streut rutscht aus“. Christoph Albeck hat seit über 25 Jahren seinen Zweitwohnsitz auf Mallorca und natürlich prägt das Leben auf dieser wunderbaren und internationalen Insel seine Sicht der Dinge. Er ist selber auf Mallorca als Immobilieninvestor und Bauträger tätig und kennt die Perspektive des Käufers. Er kennt die Zweifel, die sich bei einem Finca Kauf auf Mallorca zwangsläufig ergeben und gibt auf seinem Blog finanzkontor.es Tipps zu GeldanlageGeld verdienen mit Mallorca Immobilien, Crowdfunding auf MallorcaVermietung und zu Steuern. Christoph Albeck hat nach seinem Abschluss als Diplom-Volkswirt jahrelang auf Leitungsebene bei internationalen Banken gearbeitet. Er verfügt daher über ein exzellentes Netzwerk und beste Kontakte zu den führenden Maklern, Bauträgern, Rechtsanwälten und Banken.

Laden Sie hier sein kostenloses eBook zum Finca Kauf auf Mallorca runter.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmen Sie der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen