Warum der japanische Aktienmarkt so viel zu bieten hat.

Warum der japanische Aktienmarkt so viel zu bieten hat erfahren Sie in diesem Beitrag.

Ein Blick nach Japan lohnt sich: der japanische Aktienmarkt ist groß und hat viel zu bieten. Nachdem auch in Japan in den vergangenen Jahren Wachstumsaktien überdurchschnittlich stark gestiegen sind, sollten
Substanzwerte über Aufholpotenzial verfügen.

Für viele Anleger hierzulande ist Japan dennoch nach wie vor kein Thema. Das Land ist weit weg und kämpft mit eigenen Problemen: Überalterung der Gesellschaft, starre traditionelle Strukturen und eine sehr hohe Staatsverschuldung. Zudem hat Japan in Deutschland den Ruf, recht stark von seiner Exportwirtschaft abhängig zu sein. Damit könnte Japan zu den Verlierern zunehmender Zölle und Handelshemmnisse sein, wie sie von den USA unter Präsident Trump ausgehen. Es könnte sich aber als Fehler erweisen, den großen japanischen Aktienmarkt nicht „auf dem Schirm“ zu haben. Japan wurde zwar von China als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt nach den USA abgelöst, liegt damit aber noch klar vor Deutschland. Im Jahr 2018 beträgt das japanische Bruttoinlandsprodukt wohl rund 5,2 Billionen US-Dollar, das deutsche „nur“ rund 3,75 Billionen. Mit 127 Millionen Einwohnern verfügt Japan über einen großen Binnenmarkt (zum Vergleich: Deutschland hat 82,5 Millionen Einwohner). Die oft kritisierte sehr hohe Staatsverschuldung relativiert sich allerdings, wenn man das hohe Geldvermögen der Japaner und die hohen Devisenreserven des Landes betrachtet, nach China die zweithöchsten der Welt. Die letztendlich gefährliche Auslandsverschuldung ist vergleichsweise gering, denn sie macht nur rund 50 Prozent der Wirtschaftsleistung eines Jahres aus.

Japan ist zudem eine hochentwickelte, industrialisierte und freie Marktwirtschaft. Einzelne Bereiche, die einstmals weitreichender staatlicher Lenkung unterworfen waren, wurden zunehmend dereguliert und privatisiert. Ein Schritt war beispielsweise die Privatisierung der japanischen Post Japan Post Service im Jahr 2007. Die japanische Wirtschaft ist hocheffizient, ihre Stärken liegen besonders im internationalen Handel und der forschungsintensiven Hochtechnologie. Aufgrund des hohen Lohnniveaus haben japanische Unternehmen schon in den 1970er-Jahren begonnen, ihre arbeitsintensive Produktion auszulagern. Insbesondere südostasiatische Länder wie Singapur und Malaysia wurden die „verlängerte Werkbank“. Japan zählt zu den Industrieländern mit der niedrigsten Vermögensungleichheit. Weniger als 8 Prozent der
Bevölkerung haben ein privates Vermögen von weniger als 10.000 Dollar. Das Geldvermögen ist breit gestreut. Eine derartige Vermögensverteilung lässt auf eine breite Mittelschicht schließen, was Gesellschaft und Wirtschaft stabilisiert.

Experten, die sich die Entwicklung der vergangenen Jahre und Monate genauer angesehen haben, sind auch aktuell ganz überwiegend positiv gestimmt: „Da spielt sich viel Positives auf politischer und unternehmenstechnischer Ebene ab“, lobte beispielsweise unlängst der erfahrene Fondsmanager (DJE) Jens Ehrhardt: „So ist das Gewinnwachstum der japanischen Unternehmen positiv, die Konzerne kaufen ihre Aktien zurück, dazu haben sie viel Cash gehortet und sich beim Thema Unternehmensführung stark verbessert. Es machen sich die geld-, fiskal- und wirtschaftspolitischen Reformen von Premier Shinzo Abe bezahlt. Die Wirtschaft gewinnt an Fahrt, die Unternehmensgewinne steigen. Und was viele nicht wissen: Das Land öffnet sich langsam, es werden erstmals Ausländer ins Land geholt, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Zudem nimmt etwa die Beschäftigungsquote von Frauen deutlich zu.“

Auch Fondsmanager Carlo Capaul (GAM) rät dazu, den japanischen Aktienmarkt zu berücksichtigen. „Unserer Meinung nach befindet sich der Markt an einem attraktiven Einstiegspunkt für strategische Investoren.“ Aus seiner Sicht sprechen vor allem aktuelle Fundamentaldaten und Bewertungskennziffern für Japan-Investments. „Aus fundamentaler Sicht könnten die Gewinne japanischer Unternehmen unserer Meinung nach trotz der anhaltenden Handelskonflikte und Instabilitäten an den Finanzmärkten der Schwellenländer auch in den nächsten Jahren um rund acht Prozent jährlich wachsen“, so der GAM-Experte. Die von den Unternehmen gewonnenen Daten deuteten insgesamt darauf hin, dass sich der stetige Wachstumskurs fortsetzen dürfte. „Trotz des kräftigen Anstiegs japanischer Aktien in den letzten Jahren sind die Fundamentaldaten robust genug für unsere Annahme, dass sie erst noch an Fahrt aufnehmen werden“. Die steigenden Aktienkurse wären hinter der rasanten Verbesserung der Fundamentaldaten zurückgeblieben, so sein Fazit.

Anders als in den USA, wo sich nach dem langen Bullenmarkt die Frage nach einem Korrekturbedarf der Aktienkurse stellt, sieht die fundamentale Bewertung japanischer Aktien trotz der Kursgewinne der vergangenen Jahre günstig aus: Bewertungskennzahlen wie das Kurs/Buchwert-Verhältnis oder das aktuelle Kurs/Gewinn-Verhältnis liegen sowohl unter dem Durchschnitt der eigenen Vergangenheit als auch dem Durchschnitt der Aktienmärkte international.

Zudem ist der übergeordnete Aufwärtstrend an der japanischen Börse intakt. Zwar konnte sich auch der japanische Aktienmarkt der scharfen Korrektur im Oktober nicht entziehen. Der Nikkei-225-Index fiel von rund 24.300 um 2.000 Punkte zurück. Aber erst im September hatten japanische Aktienindizes mit neuen 25-Jahres-Hochs ihre längerfristigen Aufwärtstrends bestätigt. Über 24.200 hatte der Nikkei-225 zuletzt Anfang 1992 notiert.

Befürchtungen, Kursgewinne mit Aktien würden aus Sicht eines Euro-Anlegers durch Währungsverluste geschmälert, bewahrheiteten sich zumindest im laufenden Jahr nicht: Seit Februar legte der Yen gegen Euro sogar gut fünf Prozent zu. 2017 hatten ungesicherte Yen-Positionen allerdings gegen Euro zehn Prozent verloren – Folge der überraschenden Euro-Stärke, die ja auch Dollar-Investments betraf.

Fazit: Der japanische Aktienmarkt ist groß und hat viel zu bieten. Nachdem auch in Japan in
den vergangenen Jahren Wachstumsaktien überdurchschnittlich stark gestiegen sind, sollten
Substanzwerte über Aufholpotenzial verfügen. Deshalb raten wir davon ab, die Fondsauswahl
allein nach den Ergebnissen der jüngeren Vergangenheit zu treffen.

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Über den Autor dieses Beitrags: Christoph Albeck ist Investor und professioneller selbständiger Anlageberater in Frankfurt am Main. Er berät Kunden bei Fragen zur Internationalisierung ihrer Geldanlage. Internationalisierung und Diversifizierung ist unter Risiko-Gesichtspunkten für jeden Anleger dringend geboten. Schwerpunkt seiner Beratung sind daher internationale Kapitalmärkte, steuerliche Strukturierung, Vermögens-Schutz sowie Auslandsimmobilien als Kapitalanlage und Direktinvestments in Grund und Boden. Sein Motto: „wer nicht streut rutscht aus“. Christoph Albeck hat seit über 25 Jahren seinen Zweitwohnsitz auf Mallorca und natürlich prägt das Leben auf dieser wunderbaren und internationalen Insel seine Sicht der Dinge. Er ist selber auf Mallorca als Immobilieninvestor und Bauträger tätig und kennt die Perspektive des Käufers. Er kennt die Zweifel, die sich bei einem Finca Kauf auf Mallorca zwangsläufig ergeben und gibt auf seinem Blog finanzkontor.es Tipps zu GeldanlageGeld verdienen mit Mallorca Immobilien, Crowdfunding auf MallorcaVermietung und zu Steuern. Christoph Albeck hat nach seinem Abschluss als Diplom-Volkswirt jahrelang auf Leitungsebene bei internationalen Banken gearbeitet. Er verfügt daher über ein exzellentes Netzwerk und beste Kontakte zu den führenden Maklern, Bauträgern, Rechtsanwälten und Banken.

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