Weckruf für die Börsen – warum Aktionäre jetzt aufpassen müssen

Weckruf für die Börsen – warum Aktionäre jetzt aufpassen müssen

Weckruf für die Börsen, gerade weil es die letzten Monate viel zu wenig Vola gab.
Es war nämlich einfach zu ruhig geworden an den Börsen – bis zu den Turbulenzen in den ersten Februartagen.

Weckruf für die Börsen – warum Aktionäre trotz niedriger Vola aufpassen müssen

Im Jahr 2017 hatten sich die Aktienmärkte unter Führung der Wallstreet in recht stabilen Aufwärtstrends befunden. An den Terminbörsen war die Erwartung größerer Kursschwankungen immer weiter gesunken.

Dies hatte zur Folge, dass die Bereitschaft, für Optionen höhere Prämien zu zahlen, auf historische Tiefs fiel. Noch im Dezember notierte der daraus an der Chicago Board Options Exchange (CBOE) berechnete Volatilitätsindex („VIX“) auf Tiefstständen (unter 9) – um dann in den ersten Februartagen zu explodieren (auf 50,3 in der Spitze). Ähnliche „Vola-Spitzen“ hatte es schon oft gegeben, aber nie von so niedrigem Niveau ausgehend.

Die Börse ist keine Einbahnstraße, sagt schon ein altes Börsensprichwort. In der ersten Februarhälfte sackten viele Aktienindizes in der Größenordnung von zehn Prozent ab. In Europa gingen damit zumindest die Gewinne, die seit September entstanden waren, wieder verloren; in den USA immerhin die Gewinne seit November. Es dürften wohl vor allem Ängste vor steigender Inflation und höheren Zinsen gewesen sein, die die Börsen aus ihrem schönen Traum geweckt haben.
Auch die Politik des nach eigener Einschätzung größten US-Präsidenten aller Zeiten sorgt wieder für Unruhe. Sogar seine Steuerreform, die Unternehmen steuerlich entlastet, wird nicht nur positiv gesehen. Abgesehen von negativen verteilungspolitischen Effekten habe sie „viel Öl ins Feuer gegossen“ und damit zu einem Überschießen der Kurse nach oben beigetragen. Gleichzeitig ufert die Staatsverschuldung noch weiter aus. Sollte die Trump-Regierung ihre Pläne bezüglich Rüstung, Infrastruktur und Grenzmauer zu Mexiko auch nur teilweise umsetzen, könnte dies aufgrund der Verschuldungssituation zu Irritationen an den Rentenmärkten mit entsprechenden Ängsten an den Aktienmärkten führen.

Weckruf für die Börsen – warum Kursrückschläge überfällig waren

Mit Blick auf die vorherrschende Stimmung war der Kursrückschlag überfällig und längerfristig wohl gesund: Gerade in den letzten Monaten war die optimistische Euphorie vieler Privatanleger in den USA gefährlich hoch. Offenbar haben viele unerfahrene Anleger in Erwartung kurzfristiger Kursgewinne Aktien gekauft. Bekannt ist auch, dass sogar etliche professionelle Anleger auf ein anhaltend ruhiges Börsenumfeld spekuliert hatten und vom Anstieg der Kursschwankungen und Optionsprämien auf dem falschen Fuß erwischt wurden.
Das Bewegungsmuster der vergangenen Monate, das ein Aktienfondsmanager folgendermaßen beschrieb: „Langsam die (Roll)treppe rauf, dann mit dem Aufzug steil runter“, ist wahrlich keine neue Erscheinung. Ein Kursrutsch, der stets von einem Anstieg der Optionsprämien begleitet wird, hat zunächst selbstverstärkende Wirkung: Viele Strategien begrenzen Verlustrisiken dadurch, dass bei solchen Turbulenzen „die Reißleine gezogen“ wird. Unlimitierte Verkäufe führen dann zu einem schnellen Kursrückgang. Dass die Kursverluste dann aber doch recht schnell wieder Käufer auf den Plan riefen, spricht dafür, dass es sich um eine „normale“ Kurskorrektur handelt. Einerseits gab es viele Anleger, die aus Angst vor Schlimmerem „raus“ wollten, andererseits aber auch unterinvestierte Anleger, die zumindest den letzten Teil des Kursanstieges verpasst hatten. Sie warteten geradezu auf eine Einstiegsgelegenheit – und der Februar lieferte diese.

Insgesamt ist die Mehrheit der Fondsmanager und Analysten der Meinung, dass der Kursrückgang im Februar als eine „Korrektur“ zu verstehen ist, die nur wenig Anzeichen zeigt, zu einer Krise wie 2008 wachsen zu können. Kursstützend sollte wirken, dass viele, vor allem institutionelle Anleger, auf hohen Barbeständen sitzen. Sie verstehen solche Phasen immer auch als Kaufgelegenheit.

Die meisten Fondsmanager raten allerdings auch dazu, nicht zu hoch zu investieren, sondern Aktienquoten in einem „neutralen“ Umfang zu halten. Dieser fällt je nach Risikoappetit natürlich unterschiedlich aus. Einigkeit besteht aber darin, dass die Kursschwankungen, die sogenannte „Volatilität“, in den kommenden Monaten höher bleiben dürfte als in der ungewöhnlich schwankungsarmen Zeit zuvor. 2018 bietet also wohl ein Börsenumfeld, in dem das aktive Fondsmanagement zeigen sollte, was es kann. Ob die Aktienmärkte in einer längeren Seitwärtsbewegung Kraft für einen Aufschwung auf neue Höchstkurse sammeln, wie es viele Experten mit Blick auf die gute wirtschaftliche Entwicklung erwarten, werden wir sehen. 2018 wird zumindest spannender als das „Schlafwagen-Jahr“ 2017.

Weckruf für die Börsen – was Geldanleger jetzt wissen müssen

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80/20 Investment

Über den Autor dieses Beitrags: Christoph Albeck ist Investor und professioneller selbständiger Anlageberater in Frankfurt am Main. Er berät Kunden bei Fragen zur Internationalisierung ihrer Geldanlage. Internationalisierung und Diversifizierung ist unter Risiko-Gesichtspunkten für jeden Anleger dringend geboten. Schwerpunkt seiner Beratung sind daher internationale Kapitalmärkte, steuerliche Strukturierung, Vermögens-Schutz sowie Auslandsimmobilien als Kapitalanlage und Direktinvestments in Grund und Boden. Sein Motto: „wer nicht streut rutscht aus“. Christoph Albeck hat seit über 25 Jahren seinen Zweitwohnsitz auf Mallorca und natürlich prägt das Leben auf dieser wunderbaren und internationalen Insel seine Sicht der Dinge. Er ist selber auf Mallorca als Immobilieninvestor und Bauträger tätig und kennt die Perspektive des Käufers. Er kennt die Zweifel, die sich bei einem Finca Kauf auf Mallorca zwangsläufig ergeben und gibt auf seinem Blog finanzkontor.es Tipps zu GeldanlageGeld verdienen mit Mallorca Immobilien, Crowdfunding auf MallorcaVermietung und zu Steuern. Christoph Albeck hat nach seinem Abschluss als Diplom-Volkswirt jahrelang auf Leitungsebene bei internationalen Banken gearbeitet. Er verfügt daher über ein exzellentes Netzwerk und beste Kontakte zu den führenden Maklern, Bauträgern, Rechtsanwälten und Banken.

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