Finanzkontor Christoph Albeck Börsenreport April / Mai 2018

Finanzkontor Christoph Albeck Börsenreport April / Mai 2018

Finanzkontor Christoph Albeck Börsenreport April / Mai 2018

Finanzkontor Christoph Albeck bietet Geldanlage mit persönlicher Beratung. Der nachfolgende Börsenreport gibt die Einschätzung von Christoph Albeck wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Im Finanzkontor Fonds Shop können Privatanleger kostengünstig ihre Anlagestrategie umsetzen oder eines von drei Modellportfolios nachbilden.

Nach teilweise heftigen Kursverlusten im Februar und März erholten sich die Aktienmärkte im April und Mai. Angesichts nachlassender geopolitischer Sorgen und guter Nachrichten von vielen Unternehmen war die Bereitschaft groß, Geld wieder in Aktien zu investieren, zumal der Wiedereinstieg in vielen Fällen zu günstigeren Kursen möglich war. Für die Stärke der Kurserholung spricht, dass es vielen europäischen Aktienindizes wie dem Euro-STOXX-50 gelungen ist, über die Zwischenhochs von Ende Februar und März, über den Stand vom Jahresbeginn und den eigenen 200-Tage-Durchschnitt zu steigen. Dies gelang auch etlichen Länderindizes, darunter dem Deutschen Aktienindex (DAX), der erstmals seit dem Kursrutsch Anfang Februar wieder über 13.000 Punkte stieg. Ein Anstieg auf neue Jahreshochs steht aber noch aus und wäre eine Bestätigung für den übergeordneten Aufwärtstrend.

Die drohenden Handelskonflikte zwischen den USA und China einerseits und Europa andererseits könnten auf dem Verhandlungsweg entschärft werden. Eine Reihe entsprechender diplomatischer Signale minderte die Angst vor Handelskriegen. Gleichzeitig sprechen diverse Wirtschaftsdaten dafür, dass der Aufschwung der Weltkonjunktur an Schwung verliert. Das wahrscheinlichste Szenario für dieses Jahr bleibt eine Fortsetzung des Wirtschaftswachstums ohne euphorische Überhitzung. Dies dürfte für die Aktienbörsen besser sein als ein Boom mit Überhitzungserscheinungen. Bekanntlich war der Aufschwung schon seit 2009 über weite Strecken von Konjunkturängsten begleitet.

Finanzkontor Christoph Albeck Börsenreport April / Mai 2018: die US-Berichtssaison verlief besser als erwartet

In den USA übertrafen sehr viele Unternehmen mit ihren Geschäftsergebnissen des ersten Quartals die Erwartungen. Zu dem Gewinnsprung haben die Steuersenkungen für Unternehmen beigetragen. Allerdings wurde die Wall Street vom Anstieg der Zinsen am US-Anleihemarkt gebremst. Die laufende Verzinsung zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg erstmals seit Anfang 2014 wieder über drei Prozent. Mit 3,1 Prozent liegt die Rendite so hoch wie seit 2011 nicht mehr. Die Rendite von US-Anleihen mit nur fünf Jahren Laufzeit erreichte mit 2,9 Prozent ebenfalls nach Jahren wieder ein Niveau, das viele Anleger als akzeptabel empfinden, nach Jahren mit tieferen Zinsen sogar als attraktiv.
Die Dividendenrendite liegt bei US-amerikanischen Aktien im Durchschnitt bei zwei Prozent – und damit jetzt rund ein Prozentpunkt unter den Zinsen. Bei Aktienanlagen ist zwar der langfristige Gesamtertrag höher, weil Kursgewinne hinzukommen. Diese sind aber, wie auch die Höhe zukünftiger Dividendenzahlungen, Schwankungen ausgesetzt. „Sichere“ drei Prozent machen somit Aktien Konkurrenz. Hinzu kommt, dass der Zinsanstieg Kredite für Unternehmen teurer macht.

Vor diesem Hintergrund pendelte sich der Dow Jones Industrial Average in den vergangenen Wochen zwischen 23.400 und 25.000 Zählern ein. Der übergeordnete Aufwärtstrend ist aber intakt, denn das populäre Barometer für große amerikanische Aktien fiel nicht unter seinen eigenen Durchschnitt der vergangenen 200 Tage. Zudem blieb das jüngste Zwischentief Anfang Mai über den Tiefs von Februar und April. Und der Weg bis zum Jahres- und Allzeitrekordhoch, das im Januar bei 26.617 Punkten erreicht worden war, ist eigentlich nicht weit.

Finanzkontor Christoph Albeck Börsenreport April / Mai 2018: politische Börse in Europa

In Europa setzte sich der Aufschwung der Aktienmärkte dagegen auch im Mai weiter fort. Der Kursanstieg wurde zuletzt allerdings von der Bildung einer Europa-kritischen Koalitionsregierung in Italien etwas gebremst. Die populistische „Fünf-Sterne“-Bewegung und die rechts-nationalistische „Lega“ haben eine Reihe unrealistischer Wünsche auf ihrer Agenda, die im übrigen Europa schon auf Unverständnis, Kritik und Ablehnung stießen.

Als Bremsklotz für die Unternehmensgewinne erwies sich für einige Unternehmen im ersten Quartal die Stärke der heimischen Währung. Bis in den April hinein lag der Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar bei 1,22 bis 1,25. Der gestiegene Euro minderte die Erlöse im Exportgeschäft. Mitte April begann aber der Dollar zu steigen, sodass die Geschäfte der europäischen Exportwirtschaft im zweiten Quartal von den Devisenmärkten wieder Unterstützung erleben sollten. Die seit Mitte Januar geltende Bandbreite für den Dollar wurde verlassen und der Euro fiel auf rund 1,17 US-Dollar.

Damit verlor die europäische Gemeinschaftswährung ihre im Dezember und der ersten Januarhälfte entstandenen Gewinne gegenüber dem Dollar und könnte eine mittelfristige Trendwende vollziehen. Treiber der Dollar-Aufwertung ist vor allem die Zinsentwicklung: Mit rund drei Prozent sind die Dollar-Zinsen für Anleger attraktiver als die vergleichbaren Euro-Zinsen, die überwiegend unter einem Prozent liegen. So liegt die Rendite deutscher Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit bei nur rund 0,6 Prozent. Damit bleiben in Europa die Dividenden, die bei gut drei Prozent der aktuellen Aktienkurse liegen, deutlich attraktiver als verzinsliche Anlagen.
Der Austritt der USA aus dem internationalen Anti-Atomrüstungs-Abkommen mit dem Iran und die zunehmende Konfrontation im Nahen Osten ließen den Ölpreis weiter steigen. Der Ölpreisverfall endete bekanntlich schon Anfang 2016. Von damals knapp 30 Dollar erholte sich der Preis für ein Barrel bereits bis Anfang dieses Jahres auf fast 70 Dollar. Allerdings wurden die Wirkungen dieses Preisanstiegs in der Eurozone durch die Euro-Stärke abgemildert. Erst in den vergangenen Wochen wirkte die Euro-Schwäche zusätzlich preiserhöhend. Einen verlässlichen Zusammenhang zwischen (steigendem) Dollar und (fallendem) Ölpreis gibt es also ebenso wenig wie zwischen (fallenden) Aktienkursen und (steigendem) Goldpreis.
Während Gold für die Weltwirtschaft nur die Nebenrolle einer „Parallel-Währung“ spielt, ist Öl weiterhin nach Handelsvolumen der wichtigste Rohstoff. Zum anhaltenden Ölpreisanstieg hat auf der Nachfrageseite das robuste Wachstum der Weltwirtschaft beigetragen. Der jüngste Preisanstieg hat seine Gründe aber einmal mehr auf der Angebotsseite: Zum einen zeigen die traditionellen Ölförderländer der OPEC sowie Russland große Disziplin bei der Einhaltung von Fördermengenbegrenzungen, zum anderen treiben die Sorgen um wieder einmal eskalierende Konflikte im Nahen Osten den Ölpreis. Insbesondere das iranische Ölangebot auf dem Weltmarkt mit über zwei Millionen Barrel pro Tag könnte angesichts der US-Sanktionen nach dem Ausstieg aus dem Atomabkommen und der wachsenden militärischen Konfrontation mit Israel zumindest teilweise ausfallen. Der Aufwärtstrend beim Ölpreis ist intakt. Allerdings hat der hohe Preis auch wieder zu einer Zunahme der Ölförderung in den USA geführt, was das Angebot auf dem Weltmarkt erhöht. Ob das Preisniveau von über 100 Dollar pro Barrel, das von 2011 bis Sommer 2014 galt, wieder erreicht wird, ist deshalb fraglich.

Der Goldpreis konnte die Marke von 1.300 Dollar pro Unze nicht halten und fiel im Mai auf den tiefsten Stand seit Dezember vergangenen Jahres. Damals hatte es einen raschen Anstieg von rund 1.240 bis 1.356 Dollar im Januar gegeben. Doch die Hoffnungen der Gold-Optimisten, dass daraus ein weiter reichender Aufwärtstrend werden könnte, bewahrheiteten sich bislang nicht.

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Über den Autor dieses Beitrags:
Christoph Albeck ist professioneller selbständiger Anlageberater in Frankfurt am Main. Er berät und betreut Kunden bei der Geldanlage von Einmalbeträgen aus Firmenverkauf, aus Lebensversicherungen und Schenkung unter der Maßgabe, daraus ein dauerhaft stabiles Einkommen zu erzielen. Schwerpunkt seiner Beratung sind internationale Kapitalmärkte und Immobilien als Kapitalanlage sowie Direktinvestments.

Er betreibt den Finanzkontor FondsShop 24 und lebt seit über 25 Jahren auf Mallorca und natürlich prägt das Leben auf dieser wunderbaren und internationalen Insel seine Sicht der Dinge.

Christoph Albeck ist selber auf Mallorca als Immobilieninvestor und Bauträger tätig und kennt die Perspektive des Käufers. Er kennt die Zweifel, die sich bei einem Finca Kauf auf Mallorca zwangsläufig ergeben und gibt Tipps zur Immobiliensuche, zur günstigsten Finanzierung in Spanien und zu Steuern. Er hat nach seinem Abschluß als Diplom-Volkswirt (Universität Konstanz) jahrelang als Bankdirektor auf Mallorca gearbeitet.

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